Im Herzen Nürnbergs hat sich Ultra Comix zu einem einzigartigen Anlaufpunkt für Comicliebhaber, Buchsammler und Kunstinteressierte entwickelt. Die Brüder Stefan und Ulrich Trautner haben mit ihrem Konzept, das einen Comicladen, ein Antiquariat und eine Galerie umfasst, in den letzten Jahrzehnten eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben. Was 1990 in bescheidenen 30 Quadratmetern begann, hat sich mittlerweile zu einem beeindruckenden Trio von Standorten entwickelt, die eine breite Palette an Angeboten für verschiedene Zielgruppen bereitstellen.
Die Anfänge von Ultra Comix waren alles andere als glamourös. Mit einer kleinen Verkaufsfläche und einer begrenzten Auswahl an Comics starteten die Trautners in eine Welt, die zu dieser Zeit noch weitgehend unerforscht war. Ihr Ziel war es, eine Plattform für die Comic-Kultur zu schaffen und diese in der Region zu fördern. Das Sortiment umfasste damals vor allem die gängigen amerikanischen Comics sowie einige europäische Titel. Doch schnell erkannten die Brüder, dass das Interesse an Comics nicht nur auf die gängigen Werke beschränkt war. Die Nachfrage nach speziellen Ausgaben und Sammlerstücken wuchs, und so begannen sie, ihr Angebot zu diversifizieren.
Im Laufe der Jahre passten Stefan und Ulrich ihr Konzept immer wieder an die Bedürfnisse ihrer Kunden an. Neben den Comics erkannten sie die Bedeutung von Antiquariatsbüchern. Viele ihrer Kunden suchten nach seltenen und antiquarischen Ausgaben, die in herkömmlichen Buchläden oft nicht zu finden sind. Durch die Integration eines Antiquariats in ihr Geschäft konnten sie eine neue Zielgruppe ansprechen, die sich für historische Literatur und außergewöhnliche Buchobjekte interessierte. Dies führte nicht nur zu einer Erweiterung des Kundenstamms, sondern auch zu einem kulturellen Austausch, der die Comic-Kultur in Nürnberg bereicherte.
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung von Ultra Comix war die Eröffnung einer Galerie. Diese sollte nicht nur als Ausstellungsraum für lokale Künstler dienen, sondern auch die Schnittstelle zwischen Comic, Kunst und Kultur stärken. Die Galerie bietet regelmäßig Ausstellungen, die sich mit verschiedenen Themen der zeitgenössischen Kunst auseinandersetzen, oft in Verbindung mit Comics und Graphic Novels. Dies ermöglicht es den Trautners, ein breites Publikum anzusprechen und das Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung von Comics zu schärfen.
Die Brüder haben es verstanden, ihre Geschäfte nicht nur als Verkaufsstellen zu positionieren, sondern auch als Orte der Begegnung und des Austauschs. Veranstaltungen wie Lesungen, Signierstunden mit Künstlern und Workshops für angehende Comiczeichner fördern eine lebendige Community rund um die Comic-Kultur. Diese Aktivitäten haben Ultra Comix zu einem kulturellen Mittelpunkt in Nürnberg gemacht, wo Gleichgesinnte zusammenkommen, um ihre Leidenschaft für Comics und Kunst zu teilen.
Heute, mehr als 30 Jahre nach der Gründung, sind die Brüder stolz darauf, drei Standorte in Nürnberg zu betreiben. Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Charakter und bietet unterschiedliche Facetten des Gesamtangebots. Ob man nun auf der Suche nach dem neuesten Superhelden-Comic, einem seltenen antiquarischen Buch oder inspirierender Kunst ist – Ultra Comix hat für jeden etwas zu bieten.
Die Entwicklung von Ultra Comix ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Leidenschaft und Engagement zu einem erfolgreichen Geschäft führen können. Stefan und Ulrich Trautner haben nicht nur einen Ort geschaffen, an dem Menschen ihre Interessen ausleben können, sondern auch einen Raum, der die Kultur der Comics und Bücher in der Region lebendig hält. Die Reise begann in einer kleinen Ecke Nürnbergs, und heute ist Ultra Comix weit mehr als nur ein Geschäft – es ist ein kulturelles Phänomen, das die Grenzen von Comics, Antiquariaten und Galerien miteinander verbindet. Die Trautners haben es geschafft, ihre Träume zu verwirklichen und eine Institution in der Nürnberger Kulturszene zu etablieren.





