Adania Shibli: „Jeder Roman ist politisch“
Die palästinensische Schriftstellerin Adania Shibli beschreibt in ihrem aktuellen Roman „Täuschung“ den Alltag zweier junger Menschen, die unter der israelischen Besatzung leben. Im Interview erläutert sie die Bedeutung der Sprache in Israel und die Herausforderungen, denen sie beim Schreiben begegnet.
Einblick in den Roman „Täuschung“
Shiblis Werk „Täuschung“ thematisiert das Leben unter der israelischen Besatzung aus der Perspektive zweier junger Protagonisten. Die Autorin zeigt eindrücklich, wie politische Konflikte den Alltag und die zwischenmenschlichen Beziehungen prägen. Dabei wird deutlich, dass Literatur stets auch eine politische Dimension besitzt.
Die Rolle der Sprache in Israel
Im Gespräch betont Shibli, wie zentral die Sprache für die Identität und das Zusammenleben in Israel ist. Sprache fungiert nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern auch als Ausdruck von Machtverhältnissen und kultureller Zugehörigkeit. Für die palästinensische Bevölkerung stellt dies eine besondere Herausforderung dar.
Schwierigkeiten beim Schreiben
Die Autorin berichtet, dass das Verfassen ihres Romans mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war. Die politischen und gesellschaftlichen Umstände erschweren den kreativen Prozess und machen das Schreiben zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Dennoch sieht Shibli in der Literatur eine Möglichkeit, politische Wirklichkeiten zu reflektieren und zu hinterfragen.
Auszeichnungen und Anerkennung
- Shiblis Roman „Eine Nebensache“ war für den International Booker Prize nominiert.
- Im Jahr 2023 erhielt sie den Litprom-Literaturpreis für ihr Werk.




















