Großer Preis 2026 für Marcus H. Rosenmüller
Die Akademie hat bekanntgegeben, dass der mit 5.000 Euro dotierte Große Preis im Jahr 2026 an den Regisseur und Drehbuchautor Marcus H. Rosenmüller aus München verliehen wird. Die Auszeichnung würdigt seine Filme, die auf besondere Weise Komödie, Heimat und die Sichtweise von Kindern und Jugendlichen miteinander verbinden.
Werdegang und filmische Schwerpunkte
Marcus H. Rosenmüller, geboren 1973 in Hausham, ist seit mehr als 25 Jahren in der Filmbranche tätig. Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München erhielt er 1999 für seinen Kurzfilm Nur Schreiner machen Frauen glücklich den Deutschen Filmschulpreis in Gold. Seinen bundesweiten Durchbruch erzielte er 2006 mit seinem ersten Kinofilm Wer früher stirbt, ist länger tot, für den er sowohl das Drehbuch schrieb als auch Regie führte.
Der Film erzählt aus der Perspektive eines bayerischen Dorfjungen, der aus Angst vor dem Fegefeuer und der ewigen Verdammnis eine turbulente Verwechslungskomödie in Gang setzt. Die humorvolle und mitunter respektlose Darstellung der Erwachsenenwelt bleibt dabei nicht oberflächlich, sondern nimmt die kindlichen Ängste in einer grotesken Überzeichnung ernst. Mit diesem Werk hat Rosenmüller die Tradition der Lausbuben-Geschichten in Mundart auf originelle Weise fortgeführt. In den Folgejahren entstanden zahlreiche weitere Filme, in denen er Geschichten für und über Menschen jeden Alters erzählt.
Aktuelle Arbeiten und Bedeutung
Seit 2022 arbeitet Rosenmüller als Regisseur an den Neuen Geschichten vom Pumuckl, die die Erzählungen von Ellis Kaut mit viel Einfühlungsvermögen und Intelligenz weiterführen. Damit gilt er als einer der lebendigsten Filmemacher, die die Tradition der bayerischen Volksgeschichten fortsetzen.
Laudatio durch Max von Thun
Die Laudatio für den Preisträger des Großen Preises 2026 wird von Max von Thun gehalten.






















