Herausforderungen und Positionierung einer Buchhandlung in Waldenburg
Susann berichtet, dass ihre Buchhandlung in bestimmten Kreisen als „linker, alternativer Treffpunkt“ wahrgenommen wird. Diese Einschätzung stößt nicht bei allen auf Zustimmung, da der frische Impuls, den das Geschäft mit sich bringt, nicht überall willkommen ist. Dennoch bezieht die Inhaberin eindeutig Stellung: „Meine demokratischen Überzeugungen habe ich stets offen vertreten. Unser Laden ist bewusst laut, und viele Menschen suchen gezielt genau die Werte, die in dieser Region selten vertreten sind.“
Obwohl es sie belastet, wenn sich einige Personen durch diese Haltung angegriffen fühlen, erkennt sie zugleich, dass die Buchhandlung für viele eine Quelle der Hoffnung darstellt.
Die Bedeutung der lokalen Nähe in einer Kleinstadt
In einer kleinen Gemeinde wie Waldenburg sind wiederholte Begegnungen unvermeidlich, was Susann als Vorteil betrachtet: „Unser Geschäft liegt direkt gegenüber dem Rathaus, das teilweise andere Werte vertritt als wir. Diese räumliche Nähe lehrt mich, den anderen mehr Vertrauen entgegenzubringen und nicht immer mit Nachdruck zu agieren.“
Sie ist überzeugt, dass auch die Gegenseite erkennt, dass ihr Engagement und das der Mitarbeiter letztlich dem Ziel dienen, die Stadt weiterzuentwickeln. „Wir möchten hier vor Ort Angebote schaffen, die das Zusammenleben fördern. Diese Nähe eröffnet Chancen für eine konstruktive Zusammenarbeit.“





















