Neuanfang im Antiquariat: Friederike Brundiers und „Der Esel auf dem Dach“
Friederike Brundiers begann ihre berufliche Laufbahn in der Buchbranche als junge Frau Anfang 20. Ihre erste Station war die Akademische Buchhandlung am Gendarmenmarkt, wo sie unter der Leitung von Brigitte Torka arbeitete. Ursprünglich als Übergangslösung gedacht, entwickelte sich ihre Tätigkeit im Buchhandel zu einer langfristigen Berufung. Nach zwölf Jahren im Bücherbogen am Savignyplatz, parallel zu ihrem Kulturwissenschaftsstudium an der Fernuniversität Hagen, stellte sie fest, dass die Kreuzberger Wohnung mit Partner und zwei Kindern allmählich zu klein wurde und suchte nach neuen Perspektiven.
Neuer Standort und Konzept in Wittenberg
Im Jahr 2019 fand Brundiers eine neue Herausforderung in der Lutherstadt Wittenberg, etwa 30 Minuten mit dem ICE von Berlin Südkreuz entfernt. Die Stadt mit ihren rund 45.000 Einwohnern ist bekannt als UNESCO-Welterbe und bietet eine verkehrsberuhigte Altstadt sowie eine reizvolle Umgebung mit dem Wörlitzer Park, der Dübener Heide, den Elbauen und den Wäldern des Fläming.
In den historischen Räumen in der Jüdenstraße, ehemals Sitz des Antiquariats Max Senf, eröffnete sie ein Modernes Antiquariat. Die lokale Presse begrüßte die Rückkehr von Büchern an diesen traditionsreichen Standort mit der Schlagzeile: „Es gibt wieder Bücher bei Senf!“
Der Name: „Der Esel auf dem Dach“
Der Name ihres Ladens verweist auf eine lateinische Redewendung, die Friederike Brundiers bewusst gewählt hat. „Asinus in tegulis“ – übersetzt „Der Esel auf dem Dach“ – war früher ein Ausruf, wenn etwas Außergewöhnliches oder Verrücktes beobachtet wurde. Dieses Bild soll den besonderen Charakter des Antiquariats unterstreichen und lädt Besucher dazu ein, einen ungewöhnlichen und einzigartigen Ort zu entdecken.





















