Die queere Eishockey-Romanze „Heated Rivalry“ hat als Streaming-Serie für viel Aufsehen gesorgt und eine Fangemeinde gewonnen, die ihresgleichen sucht. Die beiden Hauptdarsteller der Serie hatten die besondere Ehre, als Fackelträger bei der Eröffnung der Winterspiele aufzutreten, was die Popularität der Geschichte noch weiter steigerte. Die Buchvorlage zur Serie wurde in deutscher Sprache beim Indie-Verlag Second Chances veröffentlicht und hat sich zu einem echten Bestseller entwickelt. In einem aufschlussreichen Interview gewährt Verlegerin Jeannette Bauroth interessante Einblicke in den Werdegang des Titels und die Herausforderungen, die mit dem plötzlichen Erfolg einhergingen. Dabei gibt es jedoch auch einen kleinen Wermutstropfen, den sie nicht unerwähnt lassen möchte.
Im Gespräch berichtet Bauroth, wie „Heated Rivalry“ letztendlich zu ihrem Verlag kam. Ursprünglich war das Buch ein Geheimtipp in der queeren Literatur, bevor es durch die Adaption als Streaming-Serie in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit gerückt wurde. Das Konzept der Geschichte – eine leidenschaftliche Rivalität zwischen zwei Eishockeyspielern, die sich in eine romantische Beziehung verwandelt – spricht nicht nur Sportbegeisterte an, sondern thematisiert auch wichtige Aspekte der LGBTQ+-Identität und -Repräsentation.
Bauroth beschreibt, dass der Erfolg des Buches und der Serie eine Reihe von Herausforderungen mit sich brachte. Der plötzliche Anstieg der Nachfrage führte dazu, dass der Verlag schnell reagieren musste, um die Leser mit ausreichend Exemplaren zu versorgen. Die Buchproduktion musste beschleunigt werden, und es gab zahlreiche Anfragen von Buchhändlern, die das Werk in ihr Sortiment aufnehmen wollten. Diese Situation erforderte ein hohes Maß an Organisation und Flexibilität, um den neuen Gegebenheiten gerecht zu werden.
Ein weiterer Aspekt, den Bauroth hervorhebt, ist die positive Resonanz, die „Heated Rivalry“ bei der Leserschaft gefunden hat. Viele Leserinnen und Leser haben sich mit den Charakteren identifiziert und die emotionale Tiefe der Geschichte gelobt. Insbesondere die Art und Weise, wie die Themen Identität und Liebe im Kontext des Profisports behandelt werden, hat viele bewegt und inspiriert. Die Serie hat dazu beigetragen, das Bewusstsein für queere Geschichten in der Mainstream-Kultur zu schärfen und neue Diskussionen über Diversität im Sport anzustoßen.
Trotz des durchweg positiven Feedbacks gibt es für Bauroth jedoch auch einen Wermutstropfen, den sie nicht verschweigen möchte. In der Welt des Verlagswesens ist es nicht ungewöhnlich, dass der Erfolg eines Titels auch Neid und Konkurrenzkampf mit sich bringt. Einige größere Verlage zeigen sich möglicherweise weniger wohlwollend gegenüber dem Aufstieg eines Indie-Verlags und der damit verbundenen Anerkennung. Bauroth betont, dass es wichtig ist, in dieser Branche solidarisch zu bleiben und gemeinsam für eine vielfältige und inklusive Literatur zu kämpfen.
Im weiteren Verlauf des Interviews äußert sich Bauroth auch zu den zukünftigen Plänen des Verlags. Sie ist optimistisch, dass „Heated Rivalry“ nicht nur als Einzelwerk bestehen bleibt, sondern dass auch weitere queere Geschichten das Licht der Welt erblicken werden. Der Verlag plant, sein Programm weiter auszubauen und neue Talente zu fördern, die frische Perspektiven und innovative Geschichten in die queere Literatur einbringen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die queere Eishockey-Romanze „Heated Rivalry“ nicht nur eine fesselnde Geschichte erzählt, sondern auch als Beispiel für die wachsende Akzeptanz und Sichtbarkeit von LGBTQ+-Themen in der Literatur und Medienlandschaft dient. Mit einem engagierten Team hinter dem Verlag Second Chances und der Unterstützung einer leidenschaftlichen Leserschaft, steht der Erfolg dieser Geschichte erst am Anfang.





