Diskussionen im Format „World Café“ zu Resilienz
Im Rahmen des Formats „World Café“ tauschten sich die Teilnehmenden in thematisch fokussierten Kleingruppen über selbstgewählte Fragestellungen aus. Ein Schwerpunkt lag auf dem Thema Resilienz, insbesondere darauf, welche Faktoren in turbulenten Zeiten Halt geben und stärken. Dabei wurde die Bedeutung von Kommunikation und gegenseitigem Austausch hervorgehoben. Ebenso wurde anerkannt, dass es notwendig ist, eigene Grenzen zu akzeptieren, wenn Herausforderungen nicht bewältigt oder Probleme nicht gelöst werden können. Eine der Erkenntnisse lautete: „Es ist wenig hilfreich, wenn ausschließlich über negative Aspekte gesprochen wird.“
Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit sachlicher Dialoge betont. Ein weiterer Aspekt betrifft die Förderung der Lesekompetenz, die als Grundlage für Resilienz angesehen wird und nicht mehr als selbstverständlich gilt. Am Arbeitsplatz sollten Strukturen und Räume geschaffen werden, die es ermöglichen, sich während der Arbeitszeit untereinander auszutauschen. Zudem wurde die Bedeutung von Feedback hervorgehoben: Auch kleine Rückmeldungen sind wichtig, da sie das Gefühl vermitteln, wahrgenommen zu werden. Ohne Feedback könne sich Unzufriedenheit aufstauen, was sich negativ auf die Resilienz auswirkt.
Bewusstsein für ehrenamtliches Engagement in der Branche schaffen
Ein weiterer Workshop widmete sich der Frage, wie in der Branche ein stärkeres Bewusstsein für die Relevanz von ehrenamtlichem Engagement geschaffen werden kann. Parlamentarier:innen äußerten den Wunsch, dass Unternehmen ihren Mitarbeitenden zeitliche Freiräume für ehrenamtliche Tätigkeiten einräumen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, wie Informationen zu Initiativen wie ZukunftsAG und Zukunftsparlament diejenigen erreichen, die daran interessiert sind. Erfahrungen zeigen, dass insbesondere an Universitäten solche Informationen selten ankommen, obwohl dort grundsätzlich Offenheit besteht.
Als effektiv erwiesen sich persönliche Kontakte und E-Mail-Kommunikation. Zudem wurde die Sichtbarmachung von ehrenamtlichem Engagement als wichtig erachtet. So wird bei Stipendienausschreibungen ehrenamtliches Engagement zwar positiv bewertet, jedoch fehlt häufig ein Nachweis oder eine Zertifizierung. Darüber hinaus sollte das Ehrenamt klar definiert werden: Wenn es sich um eine buchbranchenspezifische Tätigkeit handelt, wird diese vom Arbeitgeber anders wahrgenommen. Ein weiterer Wunsch war die Einführung eines Onboarding-Prozesses im Ehrenamt, der neue Engagierte mit Projektplänen und dem erwarteten Arbeitsaufwand vertraut macht.
Erfahrungen zu Veränderungen und Künstlicher Intelligenz (KI)
Im Workshop zum Thema Veränderungen und KI standen Offenheit für Neues, Flexibilität und die Einbindung des Teams im Mittelpunkt. Kira Borchers stellte fest, dass Veränderungen nicht für alle gleichermaßen leicht sind und betonte die Bedeutung eines respektvollen Umgangs unter Kolleg:innen. Gleichzeitig sei es wichtig, persönliche Grenzen zu setzen: „Ich unterstütze Veränderungen, habe jedoch meine eigene Meinung und bestimme selbst, wann ich einen Schritt nicht mitgehe.“
Weitere diskutierte Fragen betrafen die Suche nach Möglichkeiten zur Weiterbildung und die Reflexion des eigenen Handelns. Borchers empfahl, die Vielzahl an Veränderungen als Chance zu betrachten und sich zu fragen, welche kleinen Maßnahmen individuell umsetzbar sind.
Wünsche an den Umgang innerhalb von Communities
Im Workshop zu Communities wurde ein Austausch auf Augenhöhe als erstrebenswert beschrieben. Häufig treffen Gremien Entscheidungen von oben nach unten (Top-Down), während Communities Entscheidungen eher von unten nach oben (Bottom-Up) diskutieren. Die Art und Weise, wie Entscheidungen kommuniziert werden, gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.



















