Hintergrund der Insolvenzüberlegungen beim Steidl Verlag
Der 75-jährige Unternehmer Gerhard Steidl sucht nach einer langfristigen Perspektive für seinen Verlag und die angeschlossene Druckerei. Laut einem Bericht der HNA steht der Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im Zusammenhang mit einer Mahnung der Minijobzentrale wegen ausstehender Sozialbeiträge in Höhe von 2.438 Euro.
Bestätigung durch Rechtsanwalt Hasso Werk
Rechtsanwalt Hasso Werk, der Gerhard Steidl rechtlich vertritt, bestätigte gegenüber Börsenblatt online diese Angaben. Die geforderte Summe wurde bereits beglichen, weshalb eine Eröffnung des Insolvenzverfahrens möglicherweise vermieden werden kann.
Offene Gehaltszahlungen und Gespräche mit Investoren
- Werk bestätigte zudem Recherchen der HNA, wonach Mitarbeiter des Steidl Verlags Gehaltsrückstände beklagen.
- Die kurzfristige Auszahlung der ausstehenden Gehälter hat für den Verleger höchste Priorität und ist zentraler Bestandteil der Verhandlungen mit potenziellen Investoren.
- Gerhard Steidl erwartet einen Abschluss der Gespräche bis Ende August.
- Eine positive Fortführungsprognose könnte gegebenenfalls gegen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sprechen.
Unbeantwortete Anfragen an den vorläufigen Insolvenzverwalter
Nachfragen von Börsenblatt online an Rechtsanwalt Stefan Liese, der vom Amtsgericht Göttingen als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde, blieben bislang unbeantwortet.






















