In einer spannenden Entscheidung hat die Jury das Unwort des Jahres 2025 ernannt, und der Titel geht an den Begriff „Sondervermögen“. Diese Wahl wirft nicht nur Licht auf die sprachliche Entwicklung im deutschen Diskurs, sondern regt auch zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Themen an. Doch was hat die Juroren zu dieser Entscheidung veranlasst? Und welche weiteren Begriffe schafften es in die engere Auswahl?
Das „Unwort des Jahres“ ist eine Tradition, die seit vielen Jahren besteht und darauf abzielt, negative oder problematische Sprachgebrauch zu reflektieren und zu kritisieren. Der Begriff „Sondervermögen“ wurde gewählt, da er in den letzten Jahren immer häufiger in politischen und wirtschaftlichen Diskussionen auftaucht. Oft wird er im Zusammenhang mit der Finanzierung von Projekten oder der Bewältigung von Krisen verwendet, und viele Menschen empfinden ihn als unverständlich oder irreführend. Die Jury sieht darin eine Tendenz zur Verkomplizierung von Sprache, die es schwer macht, die tatsächlichen Inhalte und Bedeutungen zu erfassen.
Auf dem zweiten Platz der Wahl steht ein weiterer Begriff, der in der öffentlichen Debatte viel diskutiert wurde. Obwohl der genaue Terminus nicht genannt wird, lässt sich vermuten, dass auch dieser Ausdruck eine ähnliche Problematik aufweist. Die Auswahl der Begriffe, die in die engere Wahl kamen, zeigt, dass die Jury ein besonderes Augenmerk auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen gelegt hat, die unserer Zeit prägen. Die Diskussion um die Sprache ist eng verbunden mit den Themen, die uns als Gesellschaft beschäftigen, und spiegelt die Ängste und Sorgen der Menschen wider.
Ein besonders interessanter Aspekt der diesjährigen Wahl ist der persönliche Beitrag von Gast-Juror Ronen Steinke. Er hat ein individuelles Unwort gewählt, das seine eigene Perspektive auf die sprachlichen Entwicklungen in der Gesellschaft widerspiegelt. Der Begriff, den er ausgewählt hat, verdeutlicht seine Sichtweise auf die Herausforderungen, die sich aus der Verwendung bestimmter Begriffe ergeben. Steinke ist bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und nutzt seine Plattform, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Mit seiner Wahl möchte er dazu anregen, über die Bedeutung von Sprache und deren Einfluss auf das Denken und Handeln nachzudenken.
Die Wahl des Unwortes des Jahres hat nicht nur eine symbolische Bedeutung, sondern regt auch zu einer breiteren Diskussion über den Sprachgebrauch in den Medien, der Politik und im Alltag an. Die Jury besteht aus Sprachwissenschaftlern, Journalisten und anderen Experten, die sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen. Ihr Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Kraft der Sprache zu schaffen und darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, präzise und verständlich zu kommunizieren.
In einer Zeit, in der Fake News und desinformation weit verbreitet sind, gewinnt der bewusste Umgang mit Sprache zunehmend an Bedeutung. Die Jury hofft, dass die Auszeichnung des Unwortes des Jahres dazu beiträgt, die Menschen für einen reflektierten Sprachgebrauch zu sensibilisieren. Durch die kritische Auseinandersetzung mit Begriffen wie „Sondervermögen“ wird deutlich, dass Sprache nicht nur ein Mittel zur Kommunikation ist, sondern auch ein Werkzeug, das Machtverhältnisse widerspiegeln und beeinflussen kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl des Unwortes des Jahres 2025 einen wertvollen Beitrag zur Debatte über Sprache und deren Einfluss auf die Gesellschaft leistet. Es zeigt, dass wir alle Verantwortung dafür tragen, wie wir kommunizieren und welche Begriffe wir verwenden. Die Jury und der Gast-Juror Ronen Steinke fordern uns dazu auf, unsere Sprache bewusst zu wählen und die Auswirkungen unseres Wortschatzes zu hinterfragen. Nur so können wir einen respektvollen und konstruktiven Dialog führen, der unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.




