Literaturpreis für Fabian Navarro und seine feinfühlige Milieustudie Wiens

Verleihung des Wiener Krimipreises

Der mit 5.000 Euro dotierte Wiener Krimipreis wurde in Vertretung von Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler übergeben. Die Übergabe erfolgte durch Heide Kunzelmann, Leiterin des Literaturreferats der Kulturabteilung der Stadt Wien, sowie Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB).

Laudatio und Lesungen im Rahmen der Kriminacht

Die Laudatio hielt Petra Hartlieb, die im Vorjahr selbst mit dem Preis ausgezeichnet wurde und diesmal als Jurorin fungierte. Im Anschluss an die Preisverleihung präsentierten die nominierten Autorinnen und Autoren ihre Werke bei der Kriminacht in verschiedenen Wiener Kaffeehäusern, wie der HVB mitteilte.

Besonderer Blick auf Wien

Petra Hartlieb hob in ihrer Ansprache den einzigartigen Zugang des Preisträgers Fabian Navarro zur Stadt Wien hervor:

  • Navarro sei kein gebürtiger Wiener, was ihm ermögliche, die Stadt mit einer besonderen Sensibilität und Distanz zu betrachten.
  • Er erkenne die Eigenheiten Wiens und bringe diese pointiert zum Ausdruck, ohne dabei überheblich zu wirken.
  • Sein Roman entfalte sich als feinfühlige Milieustudie, die den Alltag und die Atmosphäre Wiens authentisch einfange.
  • Ob im Café Jelinek, am Würstelstand oder bei typischen Wiener Spezialitäten wie der Ottakringer Bierdose oder der „Eitrigen“ (Käsekrainer), spiele Navarro gekonnt mit gängigen Klischees und verleihe ihnen zugleich neuen Witz und Charme.