Loewe Kinderbücher garantieren keine KI generierten Inhalte und schützen vor Plagiaten

Klare Abgrenzung zu KI-generierten Inhalten bei Loewe Kinder- und Jugendbüchern

Christoph Gondrom, Verleger bei Loewe, verpflichtet sich gegenüber den Käuferinnen und Käufern seiner Kinderbücher zu einem bewussten Verzicht auf Künstliche Intelligenz bei der Erstellung von Texten und Bildern. Er betont: „Bei uns kommen keine KI-generierten Texte oder Bilder zum Einsatz, auch keine KI-basierte Stockfotos.“ KI-gestützte Werkzeuge werden intern lediglich für Datenanalysen oder kleinere Korrekturen, wie etwa der Kommasetzung, verwendet.

Kennzeichnung und Kommunikation nach außen

Diese Haltung wird auch nach außen sichtbar gemacht: Bücher aus dem Loewe-Programm, die über Online-Shops vertrieben werden, tragen auf ihrem Cover das Label „Ohne KI“. Seit Juni stellt Gondrom zudem Plakate für den Buchhandel bereit, die diese Position unterstreichen und mit dem Slogan „Loewe Kinder- und Jugendbücher – garantiert ohne Künstliche Intelligenz“ werben.

Hintergrund der Strategie

Der Verleger verfolgt mit dieser klaren Kennzeichnung das Ziel, sein Verlagsprogramm deutlich von KI-generierten Titeln abzugrenzen, die vor allem im Selfpublishing-Bereich entstehen und die Verkaufsplattformen zunehmend überschwemmen.

Herausforderungen durch KI-generierte Bücher

Für Christoph Gondrom stellen solche automatisch erstellten Bücher, die häufig Coverdesigns erfolgreicher Bestseller imitieren, derzeit das größte Problem auf dem Buchmarkt dar. Besonders betroffen sind neben Kinder- und Jugendbüchern auch Ratgeber und Reiseführer, die oft unverhohlen kopiert werden und dabei Urheber- sowie Persönlichkeitsrechte verletzen oder gegen Titelschutzregelungen verstoßen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist der Rechtsstreit um Yael Adler.

Konkrete Fälle und Folgen

Auch der Loewe-Bestseller „Mein Körper gehört mir“ ist von diesen Plagiaten betroffen. Laut Gondrom fehlen vielen dieser Nachahmungen ein Impressum oder es steht lediglich eine Briefkastenfirma dahinter. Er bezeichnet diese Vorgehensweise als kriminelle Machenschaften, deren Ziel es sei, die Arbeit anderer auszunutzen und daraus Profit zu schlagen.