Antje Kunstmann Verlegerin und Vorbild in der Buchwelt

Antje Kunstmann: Verlegerin und Vorbild

Antje Kunstmann war in erster Linie Frau, dann Verlegerin und schließlich ein Vorbild.

Unser letztes Treffen fand bei meiner Abschiedsfeier statt. Wann wir uns zum ersten Mal begegnet sind, lässt sich schwer sagen. Vielleicht war es, als ich – wie viele andere – die Taschenbuchrechte für Axel Hackes erfolgreichen Titel „Kleiner Erziehungsberater“ erwerben wollte. Oder während eines buchwissenschaftlichen Seminars, als sie mich zu Edda Ziegler mitnahm, bei der ich ebenfalls studiert hatte, um uns jungen Frauen den Beruf – oder besser gesagt die Berufung – näherzubringen.

Gemeinsame Erinnerungen und Engagement

Zwischen diesen Momenten liegt die Erinnerung an unsere Zusammenarbeit im Vorstand der AG Pub des Börsenvereins, die bereits fast ein Vierteljahrhundert zurückliegt. Ebenso denke ich an unsere Münchner Damenrunde, bei der sie oft am Kopfende saß, mit lautem Lachen, scharfer Zunge und inspirierenden Worten.

Antje Kunstmann war stets präsent, wenn es darum ging, klare Positionen zu beziehen und Haltung zu zeigen. Dass ihre Stimme künftig fehlen wird, hinterlässt eine spürbare Lücke und macht die Bücherwelt ärmer.