Biografieprojekt über Alice Schalek erhält Stipendium für Wiener Moderne und gesellschaftliche Ambivalenzen

Auszeichnung für Biografieprojekt über Alice Schalek

Die Jury hat das Biografieprojekt von Ralf Pasch ausgewählt, das sich mit der österreichischen Journalistin, Fotografin, Kriegsberichterstatterin und Weltreisenden Alice Schalek (1874–1956) beschäftigt. Diese Entscheidung wurde vom Wiener Molden Verlag bekanntgegeben.

Begründung der Jury

In ihrer Beurteilung hob die Jury hervor, dass Ralf Pasch insbesondere die Widersprüche seiner Protagonistin thematisiert. Dabei beleuchtet er sowohl ihre fortschrittlichen Ansichten als auch ihre zeittypischen Auffassungen zu Kolonialismus, Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Hierarchien. Das Projekt zeichnet sich durch eine originelle Herangehensweise, gründliche Recherche und hohe publizistische Relevanz aus. Es verspricht nicht nur die Wiederentdeckung einer bemerkenswerten Persönlichkeit, sondern bietet auch einen aufschlussreichen Einblick in die Wiener Moderne und deren Ambivalenzen.

Mitglieder der Jury

  • Alexandra Föderl-Schmid, Frankreich-Korrespondentin der „Süddeutschen Zeitung“
  • Günter Kaindlstorfer, Journalist beim ORF
  • Johannes Kößler, Buchhändler bei „Seeseiten“ in Wien
  • Jasmin Lörchner, Moderatorin des Podcasts „HerStory“
  • Catrin Stövesand, Journalistin beim „Deutschlandfunk“