Philippe Sands Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels für Einsatz für Völkerrecht und Menschenrechte

Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird in diesem Jahr an den französisch-britischen Juristen und Autor Philippe Sands verliehen, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bekanntgab.

Begründung des Stiftungsrats

Der Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Sebastian Guggolz würdigt Sands als eine der bedeutendsten intellektuellen Stimmen der Gegenwart. Er engagiert sich konsequent für Gerechtigkeit, Frieden und die Verteidigung des Völkerrechts. Als Nachfahre von Holocaustüberlebenden beleuchtet Sands in seinem Werk die Entstehung des Völkerrechts und die historischen Hintergründe der Begriffe „Genozid“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

Seine literarischen Arbeiten zeichnen sich durch eine Kombination aus erzählerischer Präzision und historischer Tiefe aus. Sands analysiert sowohl die Beweggründe der Täter als auch das Leid der Opfer, denen er durch eine ausgewogene und empathische Darstellung eine Stimme verleiht und deren Würde er respektiert. Im Zentrum seiner juristischen Arbeit stehen die universellen Menschenrechte; er verteidigt Betroffene von Kriegsverbrechen, Rassismus, Folter und kolonialem Unrecht.

Darüber hinaus setzt sich Sands für die Anerkennung von Ökozid als Straftatbestand beim Internationalen Gerichtshof ein, um Umweltschäden rechtlich zu ahnden.

Philippe Sands wird nicht nur als Chronist völkerrechtlicher Vergehen gesehen, sondern auch als engagierter Humanist, der sich trotz zunehmender Widerstände unermüdlich für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Verständigung einsetzt.