Analyse zum Leseverhalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Untersuchung mit dem Titel „Das gelesene Buch. Lesen und Geschmackspräferenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ basiert auf einer standardisierten Online-Befragung von insgesamt 6.427 volljährigen Teilnehmern. Die Datenerhebung erfolgte im Mai und Juni 2026 in den drei genannten Ländern. Die Auswertung ist deskriptiv angelegt und stellt eine erste explorative Analyse dar. Das vorliegende Dokument ist als „Working Paper“ klassifiziert und wurde dem Börsenblatt zur Verfügung gestellt.
Ergebnisse und zentrale Aussagen
Die Verfasser Carolin Amlinger, Luca Keiser, Oliver Nachtwey und Jörg Rössel fassen im Fazit zusammen: „Die Befürchtung eines Rückgangs des Lesens lässt sich weder eindeutig bestätigen noch vollständig widerlegen.“ Von größerer Bedeutung sei nicht die Quantität des Lesens, sondern ob überhaupt gelesen werde.
- In einer typischen Freizeitwoche lesen 23 % der Befragten keine Bücher.
- Im Vorjahr haben 15 % kein Buch gelesen.
- Die größte Gruppe liest wöchentlich zwischen 1 und 2 Stunden (38 %).
- Lediglich 4 % geben an, mehr als 11 Stunden pro Woche zu lesen.
- Das gedruckte Buch bleibt das bevorzugte Medium in allen Altersklassen und ist besonders bei den jüngeren Lesern dominant.























