Frauen in Führungspositionen: Eine Analyse auf Basis von Eurostat-Daten
Zum Europäischen Statistiktag hat das Statistische Bundesamt eine Auswertung von Eurostat-Daten zur Beschäftigung von Frauen in Führungsrollen vorgenommen. Dabei zeigt sich, dass Frauen in Deutschland nahezu ebenso häufig erwerbstätig sind wie Männer. Allerdings ist ihr Anteil in leitenden Positionen deutlich geringer ausgeprägt. Im Jahr 2025 lag der Frauenanteil in Führungspositionen bei lediglich 30,3 Prozent, während der Durchschnitt innerhalb der Europäischen Union bei 35,9 Prozent lag. Gleichzeitig betrug der Anteil erwerbstätiger Frauen in Deutschland 47,1 Prozent, was leicht über dem EU-Durchschnitt liegt.
Entwicklung über ein Jahrzehnt
Über einen Zeitraum von zehn Jahren hat sich die Diskrepanz zwischen Frauenanteil in der Erwerbstätigkeit und in Führungspositionen kaum verringert. In Deutschland erhöhte sich der Anteil weiblicher Führungskräfte lediglich um einen Prozentpunkt, während der EU-weite Durchschnitt einen Anstieg von vier Prozentpunkten verzeichnete. Zum Vergleich: Schweden erreichte einen Anteil von 44,4 Prozent, Österreich 37,2 Prozent, obwohl dort mit 47,5 Prozent ein ähnlich hoher Anteil erwerbstätiger Frauen wie in Deutschland vorliegt.
Frauenanteil in der Bundesregierung und politische Herausforderungen
Innerhalb der Bundesregierung ist der Anteil weiblicher Mitglieder höher als in den Führungsetagen der Wirtschaft. Im dritten Quartal belief sich der Frauenanteil auf 42,6 Prozent, was über dem EU-Durchschnitt von 33,5 Prozent liegt. Trotz dieser positiven Entwicklung sorgen jedoch frauenfeindliche Äußerungen in Parlamenten, insbesondere im Deutschen Bundestag, für Besorgnis und werfen ein negatives Licht auf die politische Kultur.





















